Fachbereich Geowissenschaften


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Weltraumprojekte

HRSC und die ESA Mission Mars Express

Die Mars Express Mission hat die geomorphologische Untersuchung und die 3D-Kartierung des Mars zum Ziel. Das HRSC/SRC Kameraexperiment wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Neukum entwickelt und hat die Aufgabe, den Mars dreidimensional in hoher Auflösung farbig zu kartieren. Seit dem 25. Dezember 2003 befindet sich die Sonde in einer Marsumlaufbahn und liefert Daten.

NASA Mission Cassini-Huygens

Die Cassini-Huygens Mission erforscht den Ringplaneten Saturn mit seinen Monden, Ringen und seinem Magnetfeld. Wissenschaftler der FU Berlin sind über eine persönliche Mitgliedschaft von Prof. Neukum im Imaging Team von Cassini beteiligt. Seit dem 1. Juli 2004 umkreist die Sonde den Saturn.



NASA Mission DAWN - Erforschung der Asteroiden Ceres und Vesta

Die Mission Dawn ist eine Raumfahrtmission zur Erforschung der Asteroiden Ceres und Vesta. Sie wird von der NASA unter maßgeblicher Beteiligung europäischer Institute und Wissenschaftler durchgeführt.




Europäische Weltraummission ROSETTA - Erforschung eines Kometen

Die Rosetta-Mission der europäischen Weltraumorganisation ESA ist die erste Mission, die als Ziel hat, sowohl einen Kometen zu umrunden, als auch auf ihm zu landen. Die Freie Universität Berlin ist an der Rosetta-Mission durch die wissenschaftliche Mitgliedschaft von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Neukum und Prof. Dr. Ralf Jaumann beteiligt.



HGF-Allianz - Planetenentwicklung und Leben

Die Helmholtz Allianz "Planetenentwicklung und Leben" unter Führung des DLR-Institutes für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersucht den Zusammenhang zwischen Leben und der Entstehung und Entwicklung von Planeten. Die Freie Universität Berlin ist an der Allianz mit dem Institut für Geologische Wissenschaften, der Fachrichtung für Planetologie und Fernerkundung unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Neukum und dem Institut für Meteorologie mit dem Leiter der Fachrichtung Dynamik der Atmosphäre, Prof. Dr. Ulrich Cubasch, beteiligt.




Forschungsprofil und -Projekte der Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung

Die Geoinformatik beschäftigt sich mit der Erfassung, Verarbeitung, Modellierung und Visualisierung quantitativer geowissenschaftlicher Daten und deren Analyse und Anwendung auf geowissenschaftliche Fragestellungen. Dieser Bereich wird durch die beiden Arbeitsgruppen "Geoinformatik" und "Fernerkundung der Erde und der Planeten" abgedeckt.

Anwendung findet diese Forschung bei der Evaluation von natürlichen Ressourcen (Lagerstätten), bei Umweltproblemen, bei Stadt- und Landesplanung, bei hydrogeologischen Fragestellungen sowie bei der Erforschung der Planeten und ihrer Monde bezüglich ihrer Entstehung, geologischen Entwicklung, ihrer physikalischen Struktur und chemisch-mineralogischen Zusammensetzung ihrer Oberflächenmaterialien und der auf ihnen ablaufenden Prozesse.

Die Arbeitsgruppe "Fernerkundung der Erde und der Planeten" nimmt aktiv mit Experimenten und Instrumentation an Weltraummissionen der ESA und NASA teil und werden als Teil des nationalen Weltraumprogramms des BMBF mit erheblichen Summen gefördert. Die für den Weltraumeinsatz entwickelten Instrumente (z.B. digitale Stereokamera) haben in aller Regel auch ein erhebliches Anwendungspotential in der erdorinetierten Fernerkundung (z.B. 3D-Modellierung, Umweltfragen, Stadt- und Landesplanung).

Forschungsschwerpunkte:

Forschungsprojekte und internationale Zusammenarbeit:

Mathematische Geologie

Fernerkundung der Erde und der Planeten

Chronostratigraphie des Mars:

Ziel des vorgeschlagenen Forschungsprojektes ist es, die bestehenden chronstratigraphischen Modelle für den Mars zu verbessern und zu verifizieren. Dies beinhaltet einerseits die photogeologische Analyse der mit unterschiedlicher räumlicher Auflösung verfügbaren Bilddaten des Mars, um alle Kratergrößen berücksichtigen zu können und um die Verwitterung der Krater im Laufe der Zeit bestimmen zu können. Außerdem soll die theoretische Modellierung der Kraterproduktionsverteilung verbessert werden.

Hauptziel der photogeologischen Arbeiten ist es, die "reale" Kraterproduktionsverteilung auf dem Mars empirisch durch Messungen zu bestimmen, was bisher noch nicht geschehen ist. Zum Zweiten soll die Kratergrößenverteilung auf geologischen Einheiten unterschiedlichen Alters bestimmt werden, um die erwartete Stabilität der impaktierenden Population an Planetesimals zu verifizieren. Zusätzlich können so im Detail unterschiedliche Prozesse der Oberflächenbildung und Effekte der Erosion untersucht werden.

Die weitere Verbesserung in der theoretischen Modellierung ergänzt die photogeologischen Untersuchungen durch den Vergleich der auf dem Mond und auf dem Mars auftretenden Impaktprozesse. Dadurch lässt sich die Korrelation zwischen Kraterhäufigkeitsverteilung und absolutem Alter deutlich verbessern.

 

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Stand: 19.07.2012

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