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Wissenschaftliche Experimente
Cassinis wissenschaftliche Instrumente, meistens Experimente genannt, lassen sich in drei Gruppen einteilen:
- "Optical Remote Sensing Instruments" (ORS) zur Fernerkundung (Kameras und Spektrometer; sie weisen alle parallel in -Y Richtung),
- "Magnetosphere and Plasma Instruments" (MAPS) für Messungen der unmittelbaren Umgebung von Cassini (Magnetfelder, Teilchen, Staub, etc.),
- sowie die Experimente, die mit der großen Antenne ausgeführt werden. Dazu zählen "Radio Science" (hierbei wird entweder die Bahn der Sonde sehr genau verfolgt, oder ein Funksignal wird durch eine Atmosphäre oder das Ringsystem hindurch gesendet) und das RADAR Experiment.
Die wissenschaftlichen Experimente, mit Ausnahme des Staubdetektors "CDA", sind alle fest an die Cassini-Sonde montiert. Das heißt, es gibt keine bewegliche Plattform, mit der die Kameras separat geschwenkt werden könnten. Daher muss, anders als bei den Voyager Sonden oder bei der Jupitersonde Galileo die gesamte Cassini-Sonde gedreht werden, wenn von den Kameras oder den anderen Instrumenten ein neues Ziel anvisiert werden soll.
Das Fehlen einer schwenkbaren Plattform stellt natürlich eine erhebliche Beeinträchtigung für die Beobachtungsplanung dar, weil viele Aktivitäten nicht gleichzeitig ausgeführt werden können. Wenn beispielsweise die Bahn von Cassini zur Bestimmung des inneren Aufbaus eines Mondes sehr genau verfolgt werden soll, muss die Antenne (-Z Richtung) zur Erde weisen, so dass das Trägersignal empfangen werden kann. Bei dieser Ausrichtung von Cassini kann aber der entsprechende Mond oder Saturn nicht mit den Kameras beobachtet werden, da die -Y Orientierung die meiste Zeit nicht zu diesem Mond weist. Der Verzicht auf bewegliche Plattformen war aus finanziellen Gründen notwendig gewesen.

