Fachbereich Geowissenschaften


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Die Mission Mars Express

Nach Projekten von Russland, Japan und den USA ist Mars Express die erste europäische Mission zum Mars. Weiterhin ist Mars Express der Prototyp für sogenannte flexible (F) Missionen im Rahmen des Langzeit-Wissenschaftsprogramms "Horizon 2000 plus" der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

An Mars Express sind neben den Mitgliedstaaten der ESA auch Polen und die USA beteiligt. Hauptauftragnehmer für Mars Express ist die Firma EADS Astrium, Frankreich. Die verantwortliche Projektgruppe ist ein ESTEC-Team in Noordwijk, Niederlande. Starsem, Russland, ist für die Rakete verantwortlich, während Alenia Aerospazio, Italien, die Satellitenintegration übernimmt. Der Lander Beagle 2 wurde unter englischer Leitung entwickelt und für die Mission bereit gestellt. Federführend ist Deutschland mit der Hochleistungskamera HRSC, dem Mars Radio Science Experiment (MaRS) und dem Bohrer PLUTO auf dem Lander an der Mission beteiligt. Zudem gibt es Deutsche Beteiligungen an dem Planetary Fourier Spektrometer (PFS) und den Kameras auf dem Lander.

Hintergrund
Schon immer hat der Mars die Menschheit fasziniert. In der Vergangenheit war man zum größten Teil auf amerikanische oder russische Erkenntnisse angewiesen. Nun wird mit der Mars Express Mission ein großer Beitrag Europas zur Marsforschung geliefert. Das Hauptinteresse gilt dabei einer hochauflösenden Kartierung der Marsoberfläche. Weitere Ziele sind z.B. die Suche nach Spuren von Leben und die Gewinnung von Erkenntnissen über den Mars, die auch auf Entwicklungsvorgänge der Erde Rückschlüsse geben. Die Erkenntnisse bisheriger Marsmissionen lassen den Schluss zu, dass der Mars vor einer Klimaveränderung vor etwa 3,5 Milliarden Jahren ein warmer und feuchter Planet war. Die Fragen nach Wasservorkommen und der eventuellen Entstehung primitiver Lebensformen konnten bisher nicht beantwortet werden.

Mars Express wird durch globale Erkundung aus dem Orbit Aufschluss über die Klimageschichte des roten Planeten geben, die die Rolle und den Verbleib von Wasser klären und schließlich nach mikrobiologischen Lebewesen suchen. Man erhofft sich im Rahmen der vergleichenden Planetologie Parallelen zur Erde herstellen zu können, die z.B. genauere Aussagen über die langfristige Entwicklung unseres Planeten möglich machen würden.

Ziele des Orbiter
 

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Stand: 18.07.2012

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